Obliteration - Perpetual Decay

Obliteration - Perpetual Decay
Death Thrash Metal
erschienen in 2007 bei Tyrant Syndicate
dauert 33:58 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Sadistic Nekroaboration
2. The Abominator
3. Breeding the Sick
4. Repent
5. Instrumental
6. Perpetual Decay
7. Guts and Glory
8. Consumed by Flames
9. Sepulchral Entity
10. Sinstorm

Die Bloodchamber meint:

Neues aus dem Hause Peaceville, diesesmal sogar eine Empfehlung von Fenriz, dem heimlichen Chef persönlich. Seit "Fenriz Presents: The Best Of Old School Black Metal" Compilation, weiß man wie dort der Hase laufen muss, und könnte sich so auf eine härtere, eher schlicht aber rau und dynamisch gespielte Scheibe freuen. Genauso, aber von einem mehr, von anderem weniger sieht die Realität aus:

Schlicht, eher ja. Der Death/Thrasher "Perpetual Decay" kommt mit recht wenigen, aber ordentlichen Soli aus, was aber für hartgesottene DM Fans kein Manko darstellen sollte.
Rau, definitiv ja. Brutal und unermüdlich gönnt dieses Werk dem Duracell-Häschen keine wirkliche Verschnaufpause, abgesehen von gelegentlicher schön schleppender, tiefer Gitarrenarbeit im Laufe der einzelnen Songs.
Dynamik entsteht durch die leichten Tempovariationen in den Tracks und der absolut soliden Schlagzeugarbeit in sich selbst schon, doch auch das redet die Tatsache, dass sich viele Songs einfach zu gleich anhören, nicht viel schöner. Wenig abwechlungsreich, unverschnörkelt, knüppelhart aber absolut unspektakulär gehen gerade mal zwei Tracks knapp über 4 Minuten und alles scheint aus einem Guss zu sein, den man in 2-3 minütige Kaubonbons zerteilt hat.

Vom Stil her reiht sich "Perpetual Decay" oldschoolig ein in eine Mischung älterer OBITUARY mit SLAYER und mitunter auch in einige VADER, wie beispielsweise der "Litany" oder einige MORBID ANGEL. Der erste Track "Sadistic Nekroabortion" vermittelt bereits genau das, was einen das ganze Album lang erwartet: Tiefe, gegrowlte und gegurgelte Vocals auf schnellem, mit viel Death angehauchtem Kerry King-lastigen Thrash, durchsetzt mit langsameren, schleppenden Parts im unteren Midtempo. So und kaum anders geht es dann ohne nennenswerte Highlights doch tatsächlich bis zum Ende der Scheibe.

Würden ein paar Tracks nur abwechlungsreicher und innovativer sein und mehr Abweichung vom Standard für Auflockerung der Songstruktur sorgen, könnte man diese Scheibe absolut empfehlen, doch so haben es VADER und OBITUARY bereits besser vorgemacht.
Dennoch bleibt dieses Album für wie bereits adressierte hartgesottene DM-Fans durchaus interessant aufgrund des gehobenen musikalischen Könnens, der Wucht und vor allem der Authentizität mit der die Songs einschlagen.
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