Eyes Of Eden - Faith

Eyes Of Eden - Faith
Gothic Metal
erschienen am 17.08.2007 bei Century Media
dauert 45:15 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Winter night
2. When gods fall
3. Star
4. Pictures
5. Dancing fire
6. Sleeping minds
7. Daylight
8. Man in the flame
9. From heaven sent
10. Not human kind

Die Bloodchamber meint:

Waldemar Sorychta, bisher lediglich als Produzent von solch erfolgreichen Acts wie LACUNA COIL, MOONSPELL oder auch TIAMAT tätig, hatte offenbar endgültig genug vom Platz in der hinteren Reihe und tritt nun mit seiner Band EYES OF EDEN an die Öffentlichkeit. Da er nun mal im Gothic Rock-Bereich jede Menge Erfahrung vorweisen kann, ist es nur verständlich, dass auch das Debüt „Faith“ in diese Kerbe schlägt. Dank Sängerin Franziska ist man sogar näher am Sound der erstgenannten Italiener dran, als es womöglich lieb ist, da ihre weich(gespült)e Stimme in Verbindung mit dem fluffigen Gitarrensound schon irgendwie an eine kleine Schwester-Version von Frau Scabbia erinnert. Parallelen zum 2001er AMBEON –Projekt lassen sich aber ebenso ausmachen.

Musikalisch bastelt man sich hübsche harmlose Melodien zusammen, die Instrumente sind hervorragend aufeinander abgestimmt, weder Gitarren, noch Drums stechen irgendwie hervor. Zusammen mit dem Gesang verschmilzt alles zu einem leichtgängigen Ganzen, welches dem Ohr und meinetwegen auch noch dem Tanzbein schmeichelt, Nacken und Fäuste aber absolut kalt lässt. Gelegentliche rhythmische und symphonische Klassik-Einflüsse heben die Stücke etwas von anderen Bands ab, doch letztlich bleiben Stücke wie das markante „Sleeping Minds“ oder das schon westernartige „From Heaven Sent“ leider aus. Der Rest ist zwar nicht wirklich schlecht, kommt aber nur schwer über eine anregende Hintergrundkulisse hinaus.

Pluspunkte sammelt die Band durch den Verzicht auf eine typische Ballade, aber alles in allem glaube ich nicht wirklich an eine besondere Langzeitwirkung von „Faith“. Auch wenn es wie eine Floskel klingt, aber gute Produzenten müssen nicht unbedingt gute Songwriter sein, da sich nicht immer alles auf eine bestimmte Erfolgsformel reduzieren lässt.
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