Degradead - Out Of Body Experience

Degradead - Out Of Body Experience
Melodic Death Metal
erschienen am 27.02.2009 bei Dockyard 1
dauert 43:36 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. All Is Gone
2. Wake The Storm
3. Achieve The Sky
4. Everlasting Hatred
5. Dephts Of Darkness
6. V.X.R.
7. Futur Is Now
8. Transmigration
9. The Burning Orchid
10. Almost Dead
11. Dream
12. Illusion
13. Suffering
14. Unfortunate

Die Bloodchamber meint:

Es gibt Momente, die jeder Rezensent kennt: Man liest die Beschreibung zu einer Platte und das wichtigste sind die ganzen bekannten Musiker, die NICHT in der Band sind und dennoch im Kontext aufgezählt werden. IN FLAMES Sänger Jesper Strömblad hat die Band mehr oder weniger „entdeckt“, Peter Tätgren stellte sein Wissen sowie sein Studio für die Aufnahmen zur Verfügung und Daniel Bergstrand, der schon IN FLAMES abmischte, hat der Platte den letzten Schliff gegeben. Was jetzt fehlt sind Infos über die Band.

Diese werde ich jetzt liefern: DEGRADEAD sind kein Metalcore, folgen aber doch dem Trend von mehr oder weniger geshouteten Vocals statt gegrunzter Stimmlippenvergewaltigung. Hinzu kommen catchy cleane Vocals, bei denen Mikael Sehlin glänzen kann. Beide Daumen hoch, was sonst meistens zu einem verzerrten Blick führt, ist hier durchaus gelungen. Die Musik, also das, was die restlichen Bandmitglieder produzieren, kann man durchaus als modernen melodischen Death Metal bezeichnen – SOILWORK und IN FLAMES haben das Songwriting der Band sicherlich maßgeblich beeinflusst. Aber halt, gibt es denn nichts Interessanteres über die Band zu sagen? Mit einem Wort: Nein. DEGRADEAD werden sicher keinen Originalitätspreis für ihre Musik gewinnen. Damit ist leider auch alles schon gesagt. Sicherlich wird die Band viele Fans finden, aber wer die Originale kennt, „braucht“ DEGRADEAD nicht.

Fazit: Ich habe alles gesagt – gut gemacht, wenig geklaut aber viel inspiriert. Ein Ohrwurm fehlt, dafür hat mich die Platte auch zu keinem Zeitpunkt genervt. Wer modernen melodischen Death Metal mag, darf sicher mal ein Ohr riskieren – subjektiv kann man ja immer ein Pünktchen drauf packen oder abziehen. Deswegen schlappe 7 Punkte, mehr ist leider nicht drin.
-