Motorjesus - Electric Revelation

Motorjesus - Electric Revelation
Heavy Metal / Hard Rock
erschienen am 21.02.2014
dauert 49:50 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. The Arrival
2. Trouble In Motor City
3. The Run
4. Speed Of The Beast
5. Back In The Action Car
6. Rust
7. 100.000 Volt Survivor
8. Electric Revelation
9. Midnight Rider
10. The Warning
11. Resurrection Man
12. Dead Army
13. The Right Hand Of The Devil

Die Bloodchamber meint:

Mehr als drei Jahre ist es her, dass die „Wheels Of Purgatory“ ihre Spuren in den Staub gebrannt haben. Keine guten Nachrichten für Motor City, denn allerhand Gesindel hat sich in Abwesenheit des Sheriffs breit gemacht. Doch seid unbesorgt, Motorcitizens, denn in diesen Sekunden überquert der frisch getüvte MOTORJESUS die Stadtgrenzen.

Während Frontjupp Chris sich einer notwendig gewordenen Generalüberholung unterziehen musste, sind seine Spießgesellen offenbar in den Motorvollwaschgang geraten, denn (nicht nur) im ersten Eindruck wirkt „Electric Revelation“ um einiges aufgeräumter und, ja, sauberer als der Vorgänger. Klare (Background-)Vocals („Back In The Action Car“, „The Right Hand Of The Devil“, „100.000 Volt Survivor“) oder der Gitarrenklang, der die gewohnt dicken Eier neuerdings zeitgeistig rasiert trägt, sind an diesem Eindruck zwar nicht unschuldig, der Knackpunkt ist allerdings ein anderer: Nachdem MOTORJESUS in der Vergangenheit oft wie ein der Verzweiflung naher Shortstack pausenlos All-in gegangen sind, klingt „Electric Revelation“ selbstbewusster, sowohl was den realistischen Blick auf die eigenen Fähigkeiten als auch die (zurecht) breite Brust angeht, und damit auch abgeklärter.

In Summe ist „Electric Revelation“ deshalb etwas weniger aufregend als „Wheels Of Purgatory“, aufgrund der größeren Vielfalt aber nicht weniger interessant, denn die Vielzahl an Melodien ist ausnahmslos gelungen und das mächtige Hubraumblubbern der sechssaitigen Zylinder lässt die Ampelnachbarn wie eh und je blass werden. Sollte die neue Kompaktheit ein Fingerzeig für die Zukunft von Mönchengladbachs Finest sein, darf die Beweglichkeit der Liedelemente wie in „Midnight Rider“ gerne weiter ausgebaut werden. Und es ist schön zu hören, dass MOTORJESUS trotz des komplizierten letzten Jahres den Humor nicht verloren haben, denn welchem METALLICA-Klassiker könnte man besser einen Moment entnehmen, um ihn unter die eigene Haube zu schrauben, als „Battery“ („Rust“)? Als Fazit reichen dementsprechend zwei Worte des bekannten Crashpiloten Jake Blues: Hit it!
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