Akercocke - Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone

Akercocke - Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone
Avantgarde Death Metal
erschienen am 07.10.2005 bei Earache Records
dauert 48:03 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Verdelet
2. Seduced
3. Shelter from the sand
4. Eyes of the dawn
5. Dying in the sun
6. Words that go unspoken (Part 1)
7. Intractable (Words that go unspoken Part 2)
8. Seraphs and silence
9. The penance
10. Lex talionis

Die Bloodchamber meint:

Es war einmal eine Band, die auszog um sich in ihrem Heimatland, welches sich England nennt, einen Ruf als böse Musiker Luzifers zu machen. Nachdem sie dieses nun schon so einige Jahre machte, schien ihnen ein Wechsel in der musikalischen Opferdarbringung angebracht zu sein.
So kam es, dass die Band, die sich bei ihrer Gründung den Namen "Akercocke" zugelegt hatte, sich im Jahre des Herren 2003 mit dem Werke "Choronzon" bereits ein wenig in eine den finsteren Mächten entsagende Richtung begab. So also war es auch nun, da das aktuelle Werk "Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone" den Weg zu mir gefunden hat, zu erwarten, dass der Schritt endgültig abgeschlossen sein würde.

Und tatsächlich! Die Musiker aus der Hauptstadt des englischen Reiches, London, erzeugten ein hochwertiges und sehr atmosphärisches Werk, dass so gar nicht mehr in die schwarze Seele blicken lässt, sondern sich eher der Welt von Gevatter Tod zuwendet. Wo seinerzeit noch die Verwüstung der geneigten Zuhörerschaft das Ziel schien, so ist man heute versucht einen Zug der Öffnung zu sehen. Es ertönen liebliche Melodien, die sich das Gemüt der audiophilen Welt zu nutze machen möchte und die Menschheit in eine Art musikalische Trance zu versetzen. So wurden auf dieser CD Gitarrenklänge gehört, die durch die Unterstützung einer äußerst melodiösen Gesangslinie bezaubern. Es entsteht eine harmonische Geräuschkulisse, so dass es ein Genuss ist, sich dieser Pracht hinzugeben.
Aber wie es nun mal so in der Welt der finsteren Musik ist, so schaffen es die vier Helden nicht, sich den Zwängen, die sie in ihrer Vergangenheit unterlagen, zu widersetzen. Denn wenn man sich "Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone" bis zum Ende hin anhört, so wird wieder vermehrt ein gurgelndes Grunzen und einzelne satanische Schreie zu hören sein. Aber warum auch zur Gänze auf den Pfad der Tugend wechseln und die eigene Herkunft verleugnen. Letztendlich ist jeder nur ein Individuum, das von dem stetigen Wechseln zwischen Gut und Böse lebt.

Ist der letzte Ton des Schlusssongs "Lex Talionis", welcher durch eine schon fast mystische Aura lebt, verklungen, so verfällt man in eine unbändige Gier, dieses Werk nochmals zu hören. Somit haben es "Akercocke" also doch geschafft, ihre schwarzen Wurzeln spielen zu lassen und den Hörer dieser CD einem Zwang zu unterwerfen, sich "Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone" zu verschreiben.
Da diesem Werk ein höchst homogener Sound zu Grunde liegt, ist die Vermutung naheliegend, dass die Engländer sich Hilfe bei einem extrem versierten Magier der Klanges-Kunde geholt haben. Dieser muss ein wahrer Meister seines Faches gewesen sein, denn wie alle verwendeten Instrumente hier zusammen gefügt wurden, kann dieses nicht die Arbeit eines Zauberschülers gewesen sein.
Auf ihrem Weg den Bereich der schwarzen Magie zu verlassen haben "Akercocke" einen gewaltigen Schritt in die Richtung der Atmosphäre gemacht. Es soll Leute geben, die sich so in diese Musik hinein gesteigert haben, dass diese ihren Kopf in rhythmischen Bewegungen hin und her bewegt haben sollen. Was die vier Engländer angeht, so werden diese mit Sicherheit weiter von sich hören lassen und in positiver Weise überraschen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann moschen sie noch heute!
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