Lividity - Used,Abused And Left For Dead

Lividity - Used,Abused And Left For Dead
Death Metal / Grindcore
erschienen am 12.05.2006 bei Morbid Records
dauert 37:48 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Raped For Rent
2. Gore Epitomite
3. Seven19
4. Deviant Pleasures
5. The Cumming of The Trilogy
6. Exhibition of Carnage
7. Used, Abused And Left For Dead
8. Hero of Dementia
9. No Time For Lube
10. Stench of Virginity
11. The Urge to Spurge
12. Bound in Skin
13. Phallic Beat Down

Die Bloodchamber meint:

Freunde der Pfälzer Schlachtplatte oder des Züricher Gemetzeltem hergehört: Die vier Schlachter der Fleischerei Lividity aus Illinois haben Euch wieder ein feines fleischhaltiges Menü gezaubert. Vier Jahre nach der letzten Veröffentlichung lassen die Vier mit ''Used, Abused And Left For Dead'' ein weiters Monster auf die Menschheit los. Wie der Titel der CD schon vage andeutet, sind auch hier wieder jede Menge Gore und Porn-Grind Elemente zu finden. Mit diesem Rezept haben es Lividity in ihrer Heimat USA auch schon zu Kultstatus gebracht. Aber sind wir doch mal ehrlich, schwer ist das wirklich nicht. Denn Kult hat in dem prüdesten Land der Welt doch schon jeder, der auf der Strasse das böse Wort mit 'F' sagt.

Wie der erste Titel ''Raped For Rent'' dann auch vermuten lässt, wird gleich von Beginn an das Hackebeil geschwungen. Drumming im Takt einer Nähmaschine mit gleichzeitigem schnellen und auch doomigen Riffing laden dazu ein, dieser musikalischen Metzelorgie beizuwohnen.
Etwas ungewöhnlich dann aber, dass erst mit dem zweitem Song ''Gore Epitomite'' das eigentliche Intro zum Album ansteht. Aber egal, da es sich in einem Guss mit dem nächsten Titel ''Seven19'' präsentiert, fällt das gar nicht mal so sehr auf. ''Seven19'' macht genau da weiter, wo der Opener ansetzte. Immenses Tempo, Schweinegrunzen und wütendes Keifen. Ohnehin ist es der Band zum ersten Mal in ihrer Karriere gelungen ein Album abzuliefern, bei dem die einzelnen Songs keine großen Ausfälle darstellen. Alle, mit Ausnahme des letzten Songs ''Phallic Beat Down'', sind kurz, heftig und intensiv. Das kann man vom Schlußtrack nun nicht gerade behaupten. Dieser sprengt mit seiner Laufzeit von über 8 Minuten locker die Norm. Auch wenn 2 Minuten davon Geplänkel in Form von akustischen Pornoszenen sind, fügt dieser sich ins Gesamtbild mit ein, trotz teilweise sehr doomlastigen Elementen.
Musikalisch ist hingegen alles beim Alten geblieben. Keine herausragende Leistung im technischen Bereich, dafür aber eine spürbare Freude an der Zerstörung. Die Produktion lässt allerdings ein wenig zu wünschen übrig. Der Sound klingt irgend wie spröde und klinisch. Der nötige Druck, der dieser Musik zusätzliche Kraft geben würde, ist gar nicht bis kaum vorhanden. Immerhin wird man dann aber mit einer für dieses Genre schon immensen Spielzeit von fast 38 Minuten befriedigt.

Lividity hatten es bisher recht schwer in Europa richtig Fuß zu fassen, da ihre anderen Alben nicht unbedingt das waren, was man ausgereift nennen würde. Mit ''Used, Abused And Left For Dead'' könnten sie nun einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung getan haben, wenn da nicht diese Produktion wäre. Auf alle Fälle: Das Beste, was von dieser Band bislang zu hören war!
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