Domine - Ancient Spirit Rising

Domine - Ancient Spirit Rising
Power Metal
erschienen am 16.02.2007 bei Dragonheart Records
dauert 61:55 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. The Messenger
2. Tempest Calling
3. The Lady of Shalott
4. I stand alone (After the fall)
5. Acient Spirit Rising
6. The Wings of the Firebird
7. Another Time, another place, another space
8. Sky Rider
9. How the Mighty have fallen

Die Bloodchamber meint:

Sich in Grenzen entwickeln – was eigentlich wie ein Paradoxon klingt, ist im Metal Alltag.
Soll heißen, Bands entwickeln sich innerhalb ihrer Musik, die ja abgegrenzt ist, und obwohl sie auf altbekannten Pfaden wandeln, haben sie doch neues Schuhwerk an. Hierzu gibt es eine Unmenge an Beispielen und seit kurzem kann ich diesem Beispiel-Register eine neue Band hinzufügen. Nämlich die italienischen Power Metaler DOMINE. Die Jungs sind mir noch mit ihrem Zweitwerk „Dragonlords – Tales of the Noble Steel“ aus dem Jahre 1999 bestens in Erinnerung. Schon damals zeigten sich die Qualitäten dieser Truppe. Scharfe Gitarren und ein hämmerndes Schlagzeug und darüber ein wirklich erhabener Gesang. Diesbezüglich ist eigentlich auch nahezu alles beim Alten geblieben. Es ist eben nur NOCH besser!

Allen voran muss ich das Keyboard loben. Nicht nur das dieses Instrument äußerst dezent eingesetzt wird und damit einen hervorragenden Teppich-Effekt erzielt, nein, wenn es drauf ankommt, und DOMINE lassen es drauf ankommen, entlockt man dem Tastenbrett fantastische Melodiebögen, die sich wunderbar in die Melange aus sägenden Gitarren und wuchtigem Schlagzeug einfügen. Wirklich großes Kino. Und war der Gesang, wie oben erwähnt, früher schon eine Klasse für sich, so wage ich es und zähle diesen Sänger jetzt zu DEN Stimmen im Metal-Bereich. Gerade in den hohen Tonlagen hat er mir auf den Vorgängeralben nicht wirklich gefallen, da er da doch etwas zu dünn klang. Aber auf „Acient Spirit Rising“ ist davon nichts mehr zu hören. Killer! Tja, und musikalisch zelebriert man eben epischen Power Metal vom feinsten, mit großartigen Gesangsspuren, griffigen Riffs und tollen Refrains. Im Grunde alles wie gehabt, nur eben...genau...NOCH besser.

In meinen Augen sind DOMINE die absoluten Italien-Könige und schaffen mit diesem Werk den Sprung vor LABYRINTH und RHAPSODY. So muss diese Musik klingen, fern ab von epigonalen Klimpereien, ehrlich, technisch auf höchstem Level und mit einer satten Produktion. Fans der Band gehen die CD kaufen und Anhänger der erwähnten Musikart müssen hier einfach mal reinhören. Wenn nicht, entgeht einem vielleicht ein fantastisches Stück Musik...
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