Mors Principium Est - Dawn Of The 5th Era

Mors Principium Est - Dawn Of The 5th Era
Melodic Death Metal
erschienen am 05.12.2014 bei AFM Records
dauert 48:20 min
Bloodchamber-Wertung:
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(2 Stimmen)
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Tracklist

1. Enter The Asylum
2. God Has Fallen
3. Leader Of The Titans
4. We Are The Sleep
5. Innocence Lost
6. I Am War
7. Monster In Me
8. Apricity
9. Wrath Of Indra
10. The Journey
11. The Forsaken

Die Bloodchamber meint:

Im Intro zu "Dawn Of The 5th Era" wird eine Spieluhr aufgezogen, welche alsbald pflichtgemäß ihre eingeprägte Melodie abspielt. Dass es bei MORS PRINCIPIUM EST ähnlich rund und geschmiert läuft, bietet sich als Allegorie ja förmlich nackig auf dem Silbertablett serviert an. Die Beinahe-Trennung vor einigen Jahren scheint vergessen, lediglich die Fokussierung auf Wesentliche scheint Folge einer Art Selbstreflektion zu sein.

Die Finnen haben ja seit dem Debüt stets einen Stein in meinem persönlichen Brett vorm Kopf besessen. In Sachen Melodic Death war die Band stets für die eine oder andere Überraschung gut, was vor allem an vielen kleinen Experimenten lag. In dieser Hinsicht gibt sich "Dawn Of The 5th Era" im ersten Eindruck deutlich reduzierter und im Gesamten viel homogener. So fällt zumindest kein Song irgendwie großartig aus dem Rahmen. Zwar sorgen vorsichtige Keyboard-Tupfer und marginale orchestrale Background-Sprenkel für ein erweitertes Soundspektrum, oftmals sind diese aber so dezent eingeflochten, dass man sie beim ersten Hören gar nicht wahrnimmt. Viel deutlicher vernimmt man den krächzigen, aber gut verständlichen und angenehmen Gesang, der zwischen griffigen und verspielten Gitarrenmelodien, treibenden Soli und dem typisch davon preschenden Rhythmus den Ton angibt.

Vielleicht ist es die Tatsache, dass mittlerweile jeder, der glaubt, seine Songs modern und peppig gestalten zu müssen, irgendwann klare Vocals in seine Refrains integriert - jedenfalls erwartet man bei "Dawn Of The 5th Era" fast jeden Augenblick, dass der Frontmann (oder wahlweise Gitarrist mit Ambitionen) die große Gesangsstimme auspackt. MORS PRINCIPIUM EST jedoch schaffen es, komplett auf klare Vocals zu verzichten, Refrains kann man schließlich auch mit kratziger Stimme vortragen, insofern sie mehr als ein gutturales Röcheln zustande bringt. Beispiel finden sich mit "We Are The Sleep", "Wrath Of Indra" oder "The Forsaken" jedenfalls zur Genüge. In meinen Augen ist dies fast schon das große Aushängeschild dieses Albums, diese Ohrwurm-Melodien, auf traditionelle Art und Weise dargeboten. Und im Grunde ist es ja auch eine Art Experiment, mal nicht auf Krampf irgendwelche genrefremden Elemente einzubinden (Hallo DEADLOCK!), sondern stattdessen mit gegebenen Mitteln dennoch musikalische Highlights zu erschaffen.

"Dawn Of The 5th Era" mag streckenweise im gesamten Kontext des Bandschaffens gesehen, vielleicht etwas eingefahren wirken, da selbstverständlich das eigene Rad nicht immer neu erfunden wird, dennoch reißen einzelne Passagen den verwöhnte Fan stets wieder aus seiner "Was soll beim fünften Album schon noch kommen?"-Lethargie und verwöhnen ihn mit bunten Leckerlis. Deshalb: Schnappt zu, solange ihr noch könnt!

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